Die 5 Häufigsten Mythen Über Cannabis

von M.Sc. Daniel Torres (Wissenschaftlicher Berater) September 13, 2016

Die 5 Häufigsten Mythen Über Cannabis

Cannabis-Mythen

Mythos #1 - Cannabis verursacht Gedächtnisverlust (Verlust der kognitiven Funktion)

Das ist vielleicht einer der bekanntesten Mythen  bezüglich Cannabis. Es gibt keine konsistenten Berichte über Auswirkungen auf das Langzeitgedächtnis nach Cannabiskonsum. Andererseits kann es während des Gebrauchs schwierig sein, etwas Neues zu lernen, was sich auf das Kurzzeitgedächtnis auswirkt.

Im Vergleich zu anderen Substazen ist es unglaublich, dass heute neurotoxische und hepatotoxische Substanzen wie Alkohol als sicher für den menschlichen Verzehr eingestuft werden. Alkohol verursacht nicht nur Abhängigkeit, sondern auch irreparable Schäden an unserem System.

Mythos #2 - Cannabis produziert Abhängigkeit (Sucht)

Dank verschiedener Studien haben wir jetzt die wissenschaftlichen Beweise: .

Wie in "State of the Evidence: Use and Regulation of Cannabis" des International Center for Science in Drug Policy berichtet, stellen die Autoren fest, dass die Wahrscheinlichkeit einer Abhängigkeit nach 12 Monaten Konsum etwa 2% betrug, sowohl für Nikotin, Alkohol als auch Cannabis.
Substanz                        Wahrscheinlichkeit der Abhängigkeit nach
Einem Jahr Zehn Jahren

Cannabis

2%

5.9%

Alcohol

2%

11%

Nicotina

2%

15.6%

Cocaína

7.1%

14.8%


Daraus folgt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Abhängigkeit von Cannabis nach Konsum während eines Erwachsenenlebens 8,9% beträgt. Mit anderen Worten, weniger als 9% der Cannabiskonsumenten berichten von Cannabisabhängigkeit. Auf der anderen Seite haben wir die Abhängigkeit von Nikotin mit einer besorgniserregenden Wahrscheinlichkeit von 67,5%.

Mythos #3 - Cannabis als Tor zu harten Drogen

Wie Dr. Manuel Guzmán (Universidad Complutense de Madrid) in einem seiner Interviews erwähnt, gibt es keine soliden Beweise für den Zusammenhang von Cannabiskonsum als Zugang zu Substanzen, die als harte Drogen, Heroin oder Kokain bekannt sind.

Es gibt Umwelt-, Sozial- und Persönlichkeitsfaktoren, die Einfluss darauf haben, Menschen für den Einsatz dieser Stoffe zu gewinnen.

Mythos #4 - Kriminalisierung schmälert Konsum

Ironischerweise fand ein Bericht aus den USA unter den Staaten, die den Verkauf von medizinischem Cannabis legalisiert hatten, im Jahr 2012 einen Rückgang der Konsumrate der 12- bis 17-Jährigen.

Mit anderen Worten, die Kriminalisierung und das Verbot dieser Pflanze steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Rückgang ihres Verbrauchs. Ähnliche Studien wurden in Europa durchgeführt, ohne einen Zusammenhang zwischen dem Zustand der Legalität und dem Anstieg des Verbrauchs zu finden.

Mythos #5 - Cannabis zieht Verbrechen an

Es gibt hunderte von Berichten, die ein Sinken der Kriminalitätsrate festgestellt hatten, nachdem Cannabiskonsum und -besitz entkriminalisiert wurde. Beispiel aus London: Der Bericht "Crime and the Decriminalization of Cannabis Possession" von 2014.



M.Sc. Daniel Torres (Wissenschaftlicher Berater)
M.Sc. Daniel Torres (Wissenschaftlicher Berater)

Autor

Daniel Torres Moreno, war zuvor im Bereich Klinische Forschung als Associate tätig. Er hat einen Master-Abschluss in Forschung, Entwicklung und Innovation neuer Medikamente. Seine Spezialität ist die Pharmakologie klinischer Studien. Daniel konzentriert sich derzeit auf alle produkt- und forschungsbezogenen Aspekte und stellt sicher, dass die Produkte und die veröffentlichten Inhalte aus wissenschaftlicher Sicht die gewünschte Qualität erfüllen. Daniel liest gerne, trainiert im Freien und macht Gedankenrätsel.