Warum Pharmakonzerne gegen CBD sind

von M.Sc. Daniel Torres (Wissenschaftlicher Berater) April 04, 2019

Warum Pharmakonzerne gegen CBD sind

CBD, Cannabidiol, ist eine Komponente, die auf natürliche Weise in der Cannabis Pflanze vorkommt. Damit man die Eigenschaften dieses Stoffes isoliert von den anderen Stoffen in der Cannabis Pflanze für medizinische Zwecke verwenden kann, wird dieser isoliert. Das geschieht zumeist mit der sogenannten C02-Extraktionsmethode. Diese Methode ist die schonendste, die es momentan auf dem Markt gibt.


Cannabidiol und seine heilenden Eigenschaften


Ist das Cannabidiol extrahiert und isoliert, so wird es weiterverarbeitet, unter anderem zu Kapseln, sogenannten CBD Kristallen, oder CBD Öl. All die hier beschriebenen Produkte werden oral eingenommen und sind in verschiedenen Konzentrationen auf dem Markt erhältlich. Je nach Konzentration, ist mehr oder weniger CBD in den Präparaten enthalten. Das heißt, man kann die CBD Produkte gezielt nach ihrer Konzentration auswählen, je nachdem für welchen Zweck man es verwenden möchte: CBD hilft nicht nur zur Schmerzlinderung und bei kleineren Beschwerden wie Stress, Schlafproblemen und Kopfschmerzen, sonder kann nachweislich auch bei chronischen Krankheiten wie Epilepsie, Krebs und Depressionen helfen, wie verschiedene Studien belegen.


CBD könnte viele traditionelle Medikamente ersetzen


Doch was hat das alles mit der Pharmaindustrie zu tun?


Viele Menschen, die Cannabidiol Produkte ausprobiert haben, haben die Einnahme von traditionellen Tabletten gestoppt, weil sie ähnlich, die gleichen oder sogar bessere Effekte mit CBD Produkten erreicht haben. Insbesondere bei Kindern, die unter schwerster Epilepsie leiden, haben sich CBD Produkte als sehr effektive Methode bewahrheitet.


Setzt sich dieser Trend fort, so laufen der Pharmaindustrie bald die Kunden weg. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass mehr und mehr Menschen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass viele Medikamente schwere Nebenwirkungen haben. Das gilt unter anderem für Depressiva, aber auch die Nebenwirkungen von handelsüblichen Schmerzmitteln, wie Ibuprofen, sollten nicht unterschätzt werden. Daher steigt die Nachfrage nach natürlichen Alternativen, die geringere, ja häufig sogar gar keine Nebenwirkungen haben, wie es auch bei CBD Öl der Fall ist.


Wie versucht die Pharmalobby ihren Anteil zu sichern?


In den USA zeigen sich von Seiten der Industrie momentan Bestrebungen, nur CBD Produkte zuzulassen, die von der Amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassen werden. So soll es kleinen Unternehmen unmöglich gemacht werden, ihre Produkte zu verkaufen. Denn die Kosten für eine Prüfung und Zulassung durch die FDA wären in den meisten Fällen einfach zu hoch, insbesondere für viele der dynamischen CBD Start-Ups.


Und auch in Europa zeigen sich ähnliche Bewegungen, auch hier versuchen einzelne Pharmaunternehmen die Gesetzgebung dahingehend zu beeinflussen, dass CBD nur als ein verschreibungspflichtiges Medikament zugelassen wird. Dafür gibt es aber überhaupt keine Argumente. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich mehr Menschen von natürlichen Heilungsmethoden erfahren und diese ausprobieren.



M.Sc. Daniel Torres (Wissenschaftlicher Berater)
M.Sc. Daniel Torres (Wissenschaftlicher Berater)

Autor

Daniel Torres Moreno, war zuvor im Bereich Klinische Forschung als Associate tätig. Er hat einen Master-Abschluss in Forschung, Entwicklung und Innovation neuer Medikamente. Seine Spezialität ist die Pharmakologie klinischer Studien. Daniel konzentriert sich derzeit auf alle produkt- und forschungsbezogenen Aspekte und stellt sicher, dass die Produkte und die veröffentlichten Inhalte aus wissenschaftlicher Sicht die gewünschte Qualität erfüllen. Daniel liest gerne, trainiert im Freien und macht Gedankenrätsel.