Was Sie Über Fibromyalgie Und CBD Öl Wissen Sollten

Cannabis Sativa Pflanzen werden seit fast 5000 Jahren für therapeutische Zwecke verwendet, ersten Aufzeichnungen über ihre Verwendung finden sich in China und Indien. Unter diesem Genre haben wir industriellen Hanf, eine Pflanze mit einer Vielzahl von Funktionen, darunter: Baumaterial, Seile, Stahlersatz, Lebensmittel und Medikamente. Aufgrund der Eigenschaften dieser Verbindungen, insbesondere der Cannabinoide, steigt das Interesse am therapeutischen Bereich. Dank anekdotischer Berichte über ihre Wirkung in Form von CBD Creme und CBD Öl (CBD Tropfen) gegen verschiedene Krebsarten, Epilepsie und Fibromyalgie.

Was ist Fibromyalgie (FM)?

Fibromyalgie ist ein Zustand oder rheumatisches Syndrom, dass seinen Ursprung im zentralen Nervensystem hat und durch Muskel-oder Muskel-Skelett-Schmerzen mit Steifheit und Empfindlichkeit an bestimmten Stellen im Körper gekennzeichnet ist. Dieses Syndrom ist sehr schwer zu diagnostizieren, zu behandeln und sogar als "unmöglich" zu heilen klassifiziert, da die Ursache seiner Entstehung unbekannt bleibt. In Deutschland waren 2013 rund 2 % der Bevölkerung von Fibromyalgie betroffen. Auch wenn das Geschlechterverhältnis ausgeglichen ist, unter den Patienten, die wegen Fibromyalgie behandelt werden, dominieren Frauen: Mehr als 80% der Patienten sind weiblich und zwischen 40 und 60 Jahren alt.[1]

In den letzten zehn Jahren haben wir ein rasantes Wachstum von Interesse an natürlichen und organischen Lösungen erlebt, die sowohl die Art und Weise, wie wir essen, als auch in der Art und Weise, wie wir unseren Körper behandeln, umfassen. Dadurch sind Moleküle oder Substanzen, die reich an Cannabidiol (CBD) sind als mögliche Lösung gegen Krankheiten wie FM bemerkt worden.

CBD ist eine der 85 Cannabinoidverbindungen, die in Cannabispflanzen vorkommen. Damit diese Verbindung ihre therapeutischen Eigenschaften entfalten kann, muss sie isoliert und aus Pflanzen gewonnen werden, die als Industriehanf bekannt sind und eine hohe Konzentration an CBD, einem Molekül ohne psychotrope Kapazität, aufweisen. Mit anderen Worten, CBD erzeugt keine betäubende Wirkung (das Gegenteil geschieht mit THC-Molekülen, die in anderen Pflanzen dieser Gattung vorherrschend sind).

Wie hängt CBD mit Fibromyalgie zusammen?

Eine Umfrage bei mehr als 1300 Patienten mit chronischen Schmerzen ergab, dass 62% der Patienten den Einsatz von CBD als sehr effizient für die Behandlung und Linderung von Schmerzen ansehen.

Einige Beispiele für mögliche Anwendungsbereiche von CBD:

  • Intraokulärer Druck beim Glaukom
  • Übelkeit und Erbrechen bei Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen
  • Muskelschmerzen und Schlaflosigkeit durch Verletzungen der Wirbelsäule
  • Steifigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose
  • Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit bei HIV-Patienten

In Barcelona zeigte eine Studie die Wirkung dieses Cannabinoids bei der Verbesserung von Schmerz, Steifheit, Entspannung und der Wahrnehmung des Wohlbefindens der Teilnehmer. Dank der Entdeckungen von Forschern wie Dr. Raphael Mechoulam, der als "Großvater des medizinischen Cannabis" bezeichnet wird, ist eine der Erklärungen für die Wirkung von CBD auf das Endocannabinoid-System zurückzuführen, das nach seiner Aktivierung unter anderem eine Kaskade von antitumoralen, entzündungshemmenden und antiemetischen Wirkungen erzeugt.

Unser Körper hat die natürliche Funktion, Cannabinoide zu bilden, leider tut er dies nicht in ausreichender Konzentration um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Deshalb ist CBD aus externen Quellen ein potenzieller Verbündeter für Menschen mit dieser Art von Syndromen.

Die einfache Antwort auf diese Frage ist, dass die derzeitigen, konventionellen Behandlungen eine sehr geringe Wirksamkeit haben und in vielen Fällen ihre Nebenwirkungen gefährlicher sind als die Krankheit, die sie zu lindern versuchen.

Verwendung von CBD

Da diese Art von Molekülen aus Pflanzen mit hohem CBD Gehalt und sehr geringem THC-Gehalt extrahiert werden, ist die logischste Praxis diese Verbindung zu isolieren, zu reinigen und in Form von CBD Öl zu bringen. Auf diese Weise hat es die reinste und unveränderte Form, ohne die Gefahr hoher THC-Konzentrationen, die zu unerwünschten Effekten führen können. Um dies zu erreichen, müssen wir natürlich sehr feine Qualitätskontrollen durchführen und vorzugsweise organisches Rohmaterial beschaffen, um sicherzustellen, dass das Endprodukt frei von Pestiziden oder pathogenen Organismen ist.

Die Inhalation dieser Pflanze wird nicht empfohlen, so es mit ihrem narkotischen Gegenstück praktiziert wird, da dies die Vorteile von CBD verringert.

Die Gegenwart von CBD in FM

Eine der Organisationen, die die Forschung fördern wollen, um das wahre Potenzial des CBD zu ermitteln, ist die Stiftung für Fibromyalgie und Chronisches Ermüdungssyndrom, die sich für die Entwicklung von Lösungen für Patienten einsetzt, sowie für die Erstellung von Programmen zur Aufklärung von Patienten und Spezialisten über das Potenzial und die aktuellen Grenzen dieser Verbindungen. Es ist wichtig zu bedenken, dass je mehr Forschung zu diesem Thema betrieben wird, desto mehr Fragen entstehen, aber diese Arbeit ist entscheidend, um zu wissen, wie wir das CBD für verschiedene Anforderungen am besten anwenden können.

Andererseits haben nicht alle Länder oder Städte einen rechtlichen Status in Bezug auf den Cannabiskonsum, obwohl es stimmt, dass Industriehanf minimale THC-Konzentrationen aufweist, was oft von extremistischen Gruppen verwechselt oder sogar verteufelt wird und alle Fortschritte verlangsamt, die sowohl in präklinischen als auch in klinischen Untersuchungen erzielt werden könnten.

In Deutschland fällt CBD unter die EU-Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie 2002/46/EG: Demnach ist die Verwendung von ernährungsfördernden Pflanzen-Rohstoffen wie CBD ausdrücklich als Gegenstand einer Nahrungsergänzung vorgesehen und frei am Markt zu erwerben. Das heißt: Die Verwendung von CBD als Nahrungsergänzungsmittel ist demnach zulässig. 

Dies ermöglicht den Gebrauch von CBD für alternative Therapien: Patienten haben so die Chance neue Möglichkeiten zu suchen, um wieder die Kontrolle über ihr Wohlergehen zu erlangen. Dies gibt nicht nur Hoffnung sondern führt, wenn die Bedingungen es erlauben, zu einer bessere Lebensqualität.

Bitte besuchen Sie unseren Artikel über Medizinisches Marihuana für weitere Informationen zur CBD Forschung.

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Quellen:

1.  Deutsche Schmerzgesellschaft: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms., S. 16. S3-Leitlinie, 2. Aktualisierung von 2017. Online (PDF), zuletzt abgerufen am 20. Mai 2018.

2. Real Sociedad de Reumatología
http://www.ser.es/pacientes/enfermedades-reumaticas/fibromialgia/

3. Fundación Fatiga
http://www.fundacionfatiga.org/fibromialgia.htm

4. Revista de Fibromialgia y Síndrome de Fatiga Crónica
http://www.biorritmes.com/es/la-fibromialgia-y-el-uso-terapeutico-del-canabis/

5. Cannabinoides, Endocannabinoids and Related Analogs in InflammationSumner H. Burstein y Robert B. Zurier. Revista AAPS, 2009