Kann CBD Wirklich Krebs Heilen?

Die Verwendung von Cannabidiol in Form von Extrakt oder CBD Öl hat in den letzten Jahren aufgrund seiner potenziellen therapeutischen Eigenschaften, insbesondere bei der Behandlung von Komplikationen und Symptomen bei verschiedenen Krebsarten, große Aufmerksamkeit erregt. Tag für Tag haben die Forscher ein klareres Bild über das Potenzial und die Grenzen von CBD Öl.

CBD gegen Krebs

Verwendung von CBD Für Krebsmanagement

Cannabidiol (CBD) ist ein Phytocannabinoid ohne psychotrope Aktivität, das einen Teil seiner Wirkung durch die Modulation verschiedener Komponenten im Endocannabinoid-System ausübt. Im Allgemeinen ist es sehr einfach, Artikel oder Publikationen zu finden, die darauf hinweisen, dass die Verwendung von Cannabinoiden, insbesondere von CBD, die Fähigkeit hat, solche Krankheiten zu "heilen".

Solche Schlagzeilen können zwar viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um die Forschung und das kollektive Interesse zu fördern, sie können aber auch das Gegenteil bewirken: Sie können den Leser über den Fortschritt in der Forschung und die Verwendung dieser Verbindungen irreführen, indem sie den Ergebnisbericht übertreiben, Fehlinterpretationen publizieren oder essentielle Informationen weglassen.

Daher ist es wichtig, sowohl den Inhalt als auch die Quellen dieser Berichte zu analysieren und so die „Störgeräusche“ von den relevanten und wertvollen Informationen zu trennen.

Der Beginn des Krebses

Alles Leben beginnt mit einer befruchteten Eizelle, deren Zellen sich immer wieder teilen. Dieser Prozess des Zellwachstums ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens eines jeden Menschen, der akribisch reguliert werden muss, um die richtige Entwicklung von Geweben und Organen zu gewährleisten.

Sobald wir das Erwachsenenalter erreicht haben, stoppt ein großer Teil unserer Zellen diesen Teilungsprozess, aber andere Zelltypen müssen weiterhin diesem Weg folgen, um Ersatz für ineffiziente Zellen (d.h. Blutzellen, Haut und Darm) bereit- bzw. sicherzustellen. Spontane Mutationen in einem oder mehreren unserer Gene führen leider zu einer unzureichenden Funktion in der Zellzyklusregulation, d.h. es kommt zu einem übermäßigen Wachstum ohne Zellkontrolle und zu bösartigen Tumoren.

Dieses Phänomen wird als Krebs bezeichnet.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass die große Mehrheit der krebserregenden Mutationen auf externe Faktoren zurückzuführen ist, die auf Gene und Tumorsuppressorgene wirken.

  • Physikalische oder chemische Wirkstoffe, die als Karzinogene bezeichnet werden
  • Ultraviolette, Gamma-, nukleare und möglicherweise elektromagnetische Strahlung
  • Verschiedene Viren, darunter das Humane Papillomavirus (HPV) oder Herpes

Was Wir Über Experimentelle Modelle Wissen

Zunächst einmal, um zu wissen, in welchem Kontext die Ergebnisse erzielt wurden, ist es notwendig, zu erkennen, in welchem Modell die Studie umgesetzt wurde; es ist notwendig zu prüfen, unter welchen Bedingungen CBD Öl für die Untersuchung benutzt wurde. Es gibt viele Berichte mit Tiermodellen: Mäuse, Ratten oder auch komplexere Säugetiere wie Schweine, aber auch Tumorzelllinien in vitro.

Nachdem die Ergebnisse in diesen Modellen vorliegen, werden CBD-Eigenschaften berichtet, wie zum Beispiel die Proliferation von Tumorzellen, die Induktion von Apoptose (Zelltod) und Störungen des Metastasierungsprozesses. Diese Ergebnisse sind sehr ermutigend, aber wir dürfen nicht vergessen, dass der Mensch sowohl auf molekularer als auch auf genetischer Ebene komplexer ist.

Was Uns Interessiert: Menschliche Versuche und die Wirkung von CBD

Zweitens, und das ist für uns wichtiger, sind die klinischen Studien mit menschlichen Patienten anzuführen. Professor Guzmán von der „Universidad Complutense de Madrid“ entwickelte die erste klinische Studie in Spanien, um die antitumorale Wirkung von Cannabinoiden bei Patienten mit fortgeschrittenem Glioblastom zu analysieren; acht von neun Patienten zeigten eine positive Reaktion bei der Verringerung der Wachstumsrate von Tumoren, einer zeigte überhaupt keine Wirkung. Es sollte an dieser Stelle festgehalten werden, dass während der Entwicklung dieser Studie keine Nebenwirkungen berichtet wurden.

 

Viele Ärzte sehen Cannabinoide nach wie vor als Drogen mit Missbrauchsaspekt an, was zusammen mit der Menge an "Papierkram" und dem geringen kommerziellen Interesse an natürlichen Bestandteilen, die nicht patentiert werden können, die Forschung und Information einschränkenGuzman, PhD.

Darüber hinaus finden wir anekdotische Berichte über Patienten und Familienmitglieder, die die Wirksamkeit von CBD-Extrakten und Ölen zur Verringerung und Kontrolle von Symptomen und Nebenwirkungen bei verschiedenen Krankheiten belegen. Dazu gehören eine vollständige Wiederherstellung des Appetits und der Gewichtszunahme, eine erhebliche Schmerzreduktion, die Einstellung des Haarausfalls, die Beruhigung von Übelkeit und sogar die "vollständige" Zerstörung von Krebszellen.

Um das Interesse der Forscher an unkonventionellen Therapien auf der Basis von CBD-Extrakten und Ölen zu erhöhen, ist es wichtig, sowohl Ärzte als auch Patienten über das Potenzial und die Grenzen dieser Verbindungen aufzuklären.

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Quellen:

1. Cannabidiol as Potential Anticancer Drug, Paola Massim Marta Solinas, Valentina Cinquina, Daniela Parolaro. Departamento de Farmacología, Quimioterapia y Toxicología, Universidad de Milan, 2012

2. Cannabinoid Receptors as Novel Targets for the Treatment of Melanoma, Blazquez C, Carracedo A, Barrado L, Real PJ, 2006

3. Cannabinoids in Cancer Pain, Franjo Grotenhermen. Nova-Institut, Alemania, 2010

4. Cannabinoids: Potential Antitumoral Agents?, Manuel Guzmán. Departamento de Bioquímica y Biología Molecular, Universidad Complutense de Madrid, España, 2006

5. The Endocannabinoid System as an Emerging Target of Pharmacotherapy, Pacher P, Batkal S, Kunos G, 2006